Heike Hansmann (62) und Günter Hansmann (66) aus Rheinland-Pfalz

  • Zweifamilienhaus, Baujahr 1973, 212 qm Wohnfläche
  • Dämmmaßnahme: Fassade, 2009
  • Material: Styropor WLG 035
  • Weitere Sanierungsmaßnahme: neue Heizungsanlage mit Solarthermie
  • Einsparung: ca. 1000 l Heizöl (entspricht rund 850 € jährlich)

Warum wir auch anderen eine Wärmedämmung empfehlen…

„Seit wir die Dämmmaßnahmen umgesetzt haben, sparen wir eine Menge Energie und haben deutlich geringere Heizkosten. Und natürlich ist das auch positiv für die Umwelt. Wir haben vier Enkel – und wir wollen, dass die eine gute Zukunft haben. Darüber hinaus hat sich auch die Wohnqualität in unserem Haus verbessert. Früher drückte im Winter die Strahlungskälte durch die Wände. Wenn man im Wohnzimmer an einer Wand saß, fühlte es sich immer so an, als käme da eine „kalte Hand“ von draußen herein. Jetzt ist es viel angenehmer und behaglicher. Außerdem haben wir entdeckt, dass wir in der Übergangszeit die Sonnenwärme noch effektiver nutzen können: Die tiefstehende Sonne strahlt durch die Fenster in unsere Räume und wärmt von innen die Wände auf. Wenn wir dann frühzeitig die Rollläden herunter lassen, ist die Sonnenwärme noch den ganzen Abend im Raum gespeichert.“

Unsere Dämmmaßnahmen

„Wir haben die Maßnahme 2009 mit Hilfe von Freunden und unseren Kindern komplett selbst umgesetzt. Im März haben wir begonnen, rings um das Haus einen Graben auszuheben. Von der Bodenplatte aufsteigend haben wir zwölf Zentimeter starke Perimeter-Platten aus Styropor an die Hauswand angebracht. Über dem Sockel beginnt dann eine 14 Zentimeter dicke Styropor-Dämmung, das ist ein Wärmedämmverbundsystem. Wir hatten gute, kompetente Berater, die uns bei der normgerechten Ausführung unterstützt haben. Und auch die Lieferfirma hat mir Tipps gegeben, wie alles im Detail umzusetzen ist. Ein bisschen Augenmaß gehört dazu, aber das war kein Problem. Anfang Oktober waren wir mit der gesamten Maßnahme fertig.“

Unsere Kosten-Nutzen-Rechnung

„Im Lauf der Jahre hatten sich in der Fassade unseres Hauses viele kleine Risse gebildet. Wir hätten also früher oder später streichen müssen. Und da war es uns lieber gleich eine energetische Sanierung zu machen. Die Materialkosten lagen bei rund 13.000 Euro – bei einer Wandfläche von 280 Quadratmetern und einer Sockelfläche von 70 Quadratmetern. Wenn wir den Auftrag an eine Firma gegeben hätten, wäre es zwei- bis dreimal so teuer geworden. Bevor wir mit der Dämmung angefangen haben, hatten wir uns nach einer Förderung erkundigt. Da hieß es zunächst, dass Dämmmaßnahmen in Eigenleistung nicht gefördert werden könnten. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass wir doch einen Zuschuss von rund 1.500 Euro über die KfW erhalten hätten – aber da war es schon zu spät. Durch die Dämmung sparen wir jetzt jedes Jahr etwa 1.000 Liter Heizöl ein. Das entspricht rund 850 Euro. Inzwischen haben wir auch noch eine neue Heizungsanlage mit Solarthermie installiert. So konnten wir unseren Heizenergieverbrauch insgesamt fast halbieren.“

Unsere Tipps: Darauf sollten Verbraucher beim Dämmen achten

„Wir finden es wichtig, sich im Vorfeld gründlich zu informieren und viele Gespräche über Wärmedämmung zu führen. Besonders positive Erfahrungen haben wir bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen gemacht. Dieses Angebot können wir nur jedem empfehlen: Man erhält viele Informationen und Erklärungen. Vom richtigen Dämm-Material bis zur Umsetzung. Gerade wenn man am Anfang steht, weiß man ja nicht viel. Deshalb sind Ratschläge von Fachleuten enorm wichtig. Außerdem sollte man sich in der Nachbarschaft umhören, bei Leuten die auch schon gedämmt haben – und so von den Erfahrungen der anderen profitieren.“

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