Christiane Roth (36), Bauingenieurin aus Bayern

  • Einfamilienhaus (Reihenmittelhaus), Baujahr 1975, 120 qm Wohnfläche
  • Dämmmaßnahme:  Fassade, Innenwände, oberste Geschossdecke, Kellerdecke 2009 bis 2010
  • Material: Styropor, Mineralwolle (WLG 032 und 035)
  • Einsparung: ca. 40 Prozent weniger Heizölverbrauch

Warum ich auch anderen eine Wärmedämmung empfehle… 

„Durch eine Wärmedämmung verbraucht man deutlich weniger Heizenergie. Deshalb würde ich so eine Maßnahme schon grundsätzlich empfehlen. Allerdings kommt es immer auch auf den Einzelfall an. Wir zum Beispiel hätten die Fassade sowieso streichen müssen. Und auch die Fenster mussten erneuert werden. Wir konnten also das alte Haus dämmen und dabei gleichzeitig auf einen guten neuen Stand bringen. Im Grunde sieht es jetzt aus wie ein Neubau, so als hätten wir es erst vor ein paar Jahren gebaut. Dabei ist es fast 40 Jahre alt. Und so eine Erhaltungsmaßnahme steigert natürlich auch den Wert des Hauses.“

Meine Dämmmaßnahmen

„Das Erste, was wir im Winter 2009 gedämmt haben, war die oberste Geschossdecke. Dort haben wir 24 Zentimeter Mineralwolle aufgebracht und eine neue Deckentreppe eingebaut. Im darauffolgenden Jahr haben wir dann die komplette Außenfassade mit einem Wärmedämmverbundsystem dämmen lassen. Dafür wurden  18 Zentimeter starke Styropor-Platten verwendet. Zusätzlich haben wir diverse Innenwände zu unbeheizten Räumen mit sechs und acht Zentimeter dicken Styropor-Platten gedämmt. Zum Beispiel die Wand in der Garage zum Haus. Und schließlich sind wir gerade noch dabei, die Kellerdecke fertig zu dämmen.“

Meine Kosten-Nutzen-Rechnung

„Wir wollten unser Haus durch unsere Sanierungen auf einen Neubau-Standard bringen. Dafür haben wir bei der KfW ein Darlehen aufgenommen und auch einen Zuschuss von fünf Prozent der Investitionssumme erhalten. Die Dämmung hat in etwa 12.000 Euro gekostet. Ich schätze, dass wir jetzt ungefähr 40 Prozent weniger Heizenergie verbrauchen als vor unseren Sanierungsmaßnahmen. Dazu gehörten neben der Dämmung auch neue Fenster, der Einbau einer Lüftungsanlage, ein Pumpentausch und der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage. Die genaue Einsparung lässt sich aber nicht ermitteln, weil uns die Vergleichswerte fehlen. Wir wohnen ja erst seit 2009 in dem Haus. Der Vorbesitzer hatte jedes Jahr etwa 1.500 Liter Öl verbraucht; da hatte aber auch nur eine Person im Haus gewohnt. Jetzt sind wir vier Personen und benötigen rund 800 Liter Heizöl.“

Meine Tipps: Darauf sollten Verbraucher beim Dämmen achten

„Beratung, Beratung, Beratung – das ist unglaublich wichtig. Genauso, wie eine wirklich gute Planung. Nur so kommt am Ende auch wirklich die Einsparung heraus, die man erwartet. Deshalb ist es gut, sich insgesamt ungefähr ein Jahr Zeit für so eine Maßnahme nehmen. Und man sollte sich eine Firma suchen, die das nicht zum ersten Mal macht. Schließlich gibt es bei der Dämmung eine Menge zu beachten, damit am Ende nicht irgendwo der Putz abplatzt oder ungewollte Wärmebrücken entstehen. Zum Beispiel sollte die Fassade bis etwa 40 Zentimeter unterhalb der Kellerdecke gedämmt werden.“

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