Zu Ökostrom wechseln: Worauf Sie dabei achten sollten

Sie möchten zu Ökostrom wechseln? Viel schief gehen kann nicht: Einen Stromausfall muss niemand befürchten, der seinen Stromanbieter wechselt. Allerdings gibt es im Kleingedruckten hier und da ein paar Fallstricke – und nicht überall, wo Ökostrom drauf steht, ist auch nur Ökostrom drin. Mit unserer Checkliste erfahren Sie, worauf beim Stromanbieterwechseln zu achten ist.

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1. Ökostrom statt Graustrom

Stromanbieter wechseln: mit Tipps von Experten(c) iStock.com/Neustockimages

Keine Angst vor dem Wechsel des Stromanbieters: Mit Experten-Tipps und unserer Checkliste gibt es beim Anbieterwechsel keine Probleme.

Bei manchen Ökostrom-Angeboten fließt auch Graustrom aus Atom- oder Kohlekraftwerken: entweder um Spitzen zur Mittagszeit abzudecken oder indem vermeintlich grüne Zertifikate zum Einsatz kommen. Anbieter für „echten“ Ökostrom sind dagegen unabhängig von Kohle- und Atomkraftwerken, fördern Neu-Anlagen und nutzen ausschließlich grüne Energie (mindestens fünfzig Prozent regenerative und Energie aus effizienter Kraft-Wärme-Kopplung mit Erdgas).

 

 

2. Kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen

Strom-Discounter bieten überwiegend nur Tarife mit langer Laufzeit von 12 oder 24 Monaten an. Werden die Preise erhöht, ist ein Wechsel oft nur kurzfristig möglich. Wird der Vertrag vorzeitig gekündigt, ist zudem meist die verlockende Bonuszahlung futsch. Deswegen sollte die Laufzeit – wie bei allen Anbietern für „echten“ Ökostrom – möglichst kurz sein. Gleiches gilt für die Kündigungsfrist.

3. Keine Vorauskasse und Strompakete

Vorauskasse kann richtig teuer werden: Geht der Anbieter pleite, kann es sein, dass der Kunde sein Geld nicht zurück erhält – und noch einmal für seinen Strom zahlen muss. Bei Paketangeboten ist nur die vereinbarte Menge vergleichsweise günstig. Wer zusätzliche Kilowattstunden braucht, zahlt oft kräftig drauf. Wer dagegen weniger verbraucht, bekommt meist kein Geld zurück.

4. Preisgarantie und Bonus unter der Lupe

Preisgarantien sind nur ganz selten uneingeschränkt. Steigen Steuern oder Abgaben, dann steigt meist auch der Strompreis. Deshalb sollte die Garantie möglichst viele Bestandteile des Preises abdecken und außerdem für die komplette Vertragslaufzeit gelten. Der Bonus wird üblicherweise nur im ersten Jahr angerechnet. Andere Angebote sind deswegen langfristig oft günstiger. Endet der Vertrag vorzeitig, zum Beispiel wegen einer Sonderkündigung nach Preiserhöhung, wird der Bonus meist komplett gestrichen.

5. Keine Angst vor Stromausfall

Wer den Stromanbieter wechselt, muss keinen Blackout im Haushalt befürchten. Schließlich kommt der Strom nach wie vor aus dem nächstgelegenen Kraftwerk. Geht doch mal etwas schief, springt der lokale Versorger ein. Das gilt auch, wenn ein Anbieter pleite geht. Die ausdruckbare Stromanbieterwechsel-Checkliste (PDF, 171 kB) hilft Ihnen dabei, die Angst zu überwinden. Denn damit wissen Sie beim Wechsel des Stromanbieters, worauf zu achten ist.

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