Stromverbrauch durch Standby: einfach ausschalten!

Die Standby-Funktion von Elektrogeräten verbraucht unnötig viel Strom. Erfahren Sie, wie Sie mehr als 100 Euro im Jahr sparen können, indem Sie Standby ausschalten – und wie Sie den heimlichen Stromfressern auf die Schliche kommen.

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Elektrogeraete im Dunkeln mit leuchtenden Augen

Brennt an Ihrem Fernseher, der alten Hifi-Anlage oder der Spielekonsole permanent ein Licht? Ist das Netzteil des Deckenfluters warm oder brummt es? Und haben der PC und die Mikrowelle keinen richtigen Ausschalter?

Dann verbrauchen diese Geräte rund um die Uhr Strom. Das sorgt nicht nur für eine teure Stromrechnung, sondern auch für einen hohen Ausstoß an CO2.

Standby ausschalten und rund 100 Euro sparen

In einem durchschnittlichen Haushalt machen unnötige Kosten durch Standby im Schnitt etwa ein Zehntel der Stromrechnung aus. Die Standby-Leistung liegt im Schnitt bei etwa 40 Watt. Durch vollständigen Verzicht könnten Sie im Jahr rund 350 Kilowattstunden (kWh) und 100 Euro sparen.

Stromverbrauch: Standby-Verbrauch einzelner älterer Geräte

GerätStandby-Watt (gemessen)kWh pro Jahr*Euro pro Jahr*
Stereoanlage1512035
Fernseher (LCD)1411232
Mini-Hifi-Anlage118825
PC, Monitor & Drucker108023
DVB-T-Receiver108023
Router (DSL/WLAN)86418
Handy-Ladegerät54012
Telefon (schnurlos)3247
Waschmaschine3247
Mikrowelle2,5206
Handy-Ladegerät (neu)0,32,40,7

* Angenommen ist eine durchschnittliche Standby-Dauer von 22 Stunden pro Tag. Gemessen wurden Beispiel-Geräte aus verschiedenen Haushalten. Neue Geräte verbrauchen gemäß EU-Verordnung (Ökodesign-Richtlinie) deutlich weniger Strom im Standby-Betrieb als ältere.

Wie Sie Ihren Standby-Verbrauch senken

Um Strom zu sparen, müssen Sie Standby ausschalten. Mit einer Steckdosenleiste mit Schalter oder einer funkgesteuerten Steckdose drehen Sie allen „heimlichen Verbrauchern“ den Strom komplett ab. Am besten starten Sie gleich einen Rundgang durch Ihre Wohnung oder Ihr Haus. Halten Sie Ausschau nach Geräten, die Sie ganz oder zeitweise vom Netz trennen können:

  • Wohnzimmer: Fernseher, Set-Top-Boxen, Hifi-Anlage
  • Kinderzimmer: Spielekonsole
  • Badezimmer: elektrische Zahnbürste, Rasierapparat
  • Arbeitszimmer: Computer, Monitor, Drucker
  • Küche: Waschmaschine, Geschirrspüler, Küchenradio; Kühlschrank regelmäßig abtauen

Achten Sie bereits beim Neukauf darauf, dass sich Geräte möglichst vollständig vom Netz trennen lassen. Der Stromverbrauch im Standby ist besonders bei billigen Geräten oft unverhältnismäßig hoch. Über die Lebensdauer gesehen sind solche Energieverschwender dann teurer als effiziente Geräte. Bei der Auswahl sparsamer Haushaltsgeräte hilft die App ecoGator.

Übrigens: Vor allem wenn Sie in den Urlaub fahren, sollten Sie möglichst alle Ihre Elektrogeräte vom Netz trennen. So sparen Sie nicht nur den Standby-Verbrauch, sondern schützen Ihre Geräte vor Blitzeinschlag und Überspannung. Außerdem vermeiden Sie jegliche Brandgefahr, wenn Sie den Stecker ziehen!

Standby auf die Schliche kommen

  • Sie sind sich unsicher, ob das eine oder andere Gerät einen Standby-Verbrauch hat? Dann sollten Sie ein Strommessgerät nutzen. Die No-Energy-Stiftung zeigt Ihnen, wo Sie in Ihrer Nähe kostenlos Strommessgeräte ausleihen können.
  • Sie wollen Ihren Stromverbrauch dauerhaft im Blick behalten? Dann sind Smart Meter oder andere intelligente Messgeräte vielleicht etwas für Sie. Die Stromsparinitiative hat verschiedene Smart Meter einem Test unterzogen.
  • Weitere Beratungsangebote gesucht? Die Stromsparinitiative listet verschiedene Möglichkeiten auf – online und vor Ort: vom StromCheck bis zum Basis-Check der Verbraucherzentrale Energieberatung.

Autor: Sebastian Lambeck

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