ETH comfort 200 im Heizkörperthermostat-Praxistest

Frank Peters aus Essen wohnt in einem 2-Personen-Haushalt. Die Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus wird mit Fernwärme und sieben Heizkörpern beheizt. Im Heizkörperthermostat-Praxistest: das ETH comfort 200 von ELV.

Frank Peters testet das ETH comfort 200 von ELV.

Die Installation der ETH comfort 200 gestaltete sich sehr einfach: Nach Einlegen der Batterien fordert das Ventil zur Eingabe von Datum und Uhrzeit auf. Das gelang sogar ohne Blick in die Anleitung mit dem Stellrad und der OK-Taste.

Die anschließende Anzeige „Ins“ indizierte, dass das Ventil nun zuerst an die Heizung angeschraubt werden wollte. Auch dies gelang problemlos: Bisheriges Thermostatventil voll aufdrehen, mithilfe einer Wasserpumpenzange abschrauben, das neue Ventil anschrauben – allerdings vorsichtshalber nur mit der Hand, weil ich nicht riskieren wollte, den Plastikring zu zerstören. Nun galt es, das Ventil zu programmieren.

Programmierung des ETH comfort 200

Nach dreisekündigem Druck auf die Menü-Taste gelangt man in das Menü und von dort in den Programmiermodus. Das Programmieren klappt ebenfalls intuitiv. Praktisch ist, dass beim Programmieren stets die potenziell nächste Schaltphase schon voreingestellt wird, sodass man mit wenigen Drehungen und Klicks ein 24-Stunden-Programm eingestellt hat. So programmierte ich zwei unterschiedliche Programme für die Werktage „Mo; Di; Mi; Do; Fr“ sowie das Wochenende „Sa; So“. Auch das Verändern der Zeitpunkte ist einfach, weil sich bei Veränderung eines Schaltpunktes die vorherige bzw. nachfolgende Phase automatisch anpasst.

Etwas weniger intuitiv gestaltet sich das Auslesen der Programme: Soweit ich sehe, geht auch dies nur über den Programmiermodus. Wählt man etwa erneut das Werktagsprogramm, so werden durch wiederholtes Drücken der OK-Taste die einzelnen Einstellungen angezeigt. Dreht man dabei das Stellrad nicht, bleiben die Einstellungen unverändert. Dieser Vorgang wird in der Anleitung leider nicht beschrieben.

Thermostat

ETH comfort 200: „Weniger intuitiv gestaltet sich das Auslesen der Programme."

Kein Platz für die Fensterkontakte

War die Installation des Ventils damit insgesamt problemlos, scheiterte die Anbringung der Fensterkontakte: Zwischen Fenster und Wandauslassung ist in unserer Wohnung, einer energetisch „runderneuerten“ und innen wie außen gedämmten Altbauwohnung aus den 1950er-Jahren, nicht genügend Platz, um die beiden Elemente (Magnet und Sender) anzubringen. Auch lüften wir nicht durch die über den Heizkörpern befindlichen Fenster, sondern über zwei Balkontüren, die schon wieder geschlossen sind, bevor die zwei Meter davon entfernten Thermostate überhaupt merken könnten, dass sich die Raumtemperatur verändert hat. Kurz: Über die Anbringung, Einrichtung und „Anlernung“ der Funkkontakte kann ich nichts berichten.

Fazit des Heizungsthermostat-Praxistests

Wir genießen es seither, dass wir morgens die Wohnung verlassen können, ohne die Heizung runterdrehen zu müssen, nach der Arbeit aber dennoch in eine warme Wohnung zurückkehren können. Inwieweit sich tatsächlich Spar-Effekte ergeben, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht absehen, da wir a) die Wohnung erst im Juli bezogen haben und über keine Vorjahres-Vergleichswerte verfügen und b) erst in diesen Wochen der Winter tatsächlich begonnen hat. Dank der guten Isolierung und vieler Südfenster haben wir bis tief in den November hinein unsere 119-Quadratmeter-Wohnung überhaupt nicht heizen müssen! Mein Fazit ist gleichwohl: Auch wenn uns die ETH comfort 200 nicht zum Heizungsthermostat-Praxistest gestellt worden wären, hätte ich einen Kauf nicht bereut und kann sie bedenkenlos weiterempfehlen.

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