Heizungskosten sparen: 8 Tipps für Hauseigentümer

Sie sind Hauseigentümer und haben Zugang zu Ihrer Heizung? Dann können Sie mit wenigen Handgriffen oder gezielten Investitionen bereits deutlich Ihre Heizungskosten senken.

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    Sind Ihre Heizkosten zu hoch? Prüfen Sie in nur 5 Minuten den Heizenergie-Verbrauch und die Heizkosten Ihres Gebäudes. Mit Vergleichswerten & Handlungsempfehlungen zur Kosteneinsparung.

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1. Ein Kesseltausch lohnt sich

Das Durchschnittsalter deutscher Heizkessel liegt bei 24 Jahren. Im Gegensatz zu Rotweinen erhöhen Heizkessel ihre Qualität jedoch nicht mit zunehmendem Alter. Im Gegenteil: Im Vergleich zu einem Standardkessel  kann ein moderner Brennwertkessel pro Jahr mehr als zehn Prozent Energie und Heizkosten sparen, weil Brennwertgeräte auch die Wärmeenergie in den Abgasen nutzen. Faustregel zum Heizungskosten senken: Wenn ihr Kessel älter als 15 Jahre alt ist, rät die Stiftung Warentest zum Tausch. Hier erfahren Sie, welche Förderung möglich ist, wenn sie die Heizungsanlage erneuern, ohne den Energieträger zu wechseln.

Übrigens: Wird der Brennwertkessel mit einer Solarthermieanlage für die Warmwasserversorgung  oder mit einem Kaminofen mit Heizwasser-Wärmetauscher installiert, lassen sich noch einmal beachtlich Heizungskosten sparen. Mehr darüber erfahren Sie im Dossier Solarthermie.

Brennwertkessel sind eine effiziente Alternative zu Standardkesseln.

2. Dämmen Sie Ihre Heizungsrohre

Ist es in Ihrem Heizungskeller sehr warm? Vermutlich sind dann die Heizungs- und Warmwasserrohre ungedämmt und viel Wärme verpufft bereits im Keller, bevor sie in Ihre Wohnräume gelangt. Mit passenden Schläuchen aus Schaumstoff und geeignetem Klebeband für die Nahtstellen lässt sich das Dämmen leicht selbst bewerkstelligen. Material für das Isolieren von Rohrleitungen gibt es in jedem Baumarkt.

Wenn Sie Besitzer eines Mietshauses sind, müssen Sie nach der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) isolieren – das gilt auch, wenn Sie Ihr Einfamilienhaus verkaufen wollen. Die dafür benötigten Materialien erhalten Sie jedoch meist nur im Fachhandel. 

Heizungskosten senken durch Heizungsoptimierung

3. Optimieren Sie Ihre Heizung durch einen hydraulischen Abgleich

85 Prozent der Heizungsanlagen sind nicht richtig eingestellt und verbrauchen deswegen unnötige Energie. Mit einer Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich können Sie Heizungskosten sparen. Dabei werden die verschiedenen Komponenten der Heizanlage – vom Heizkessel über die Pumpe bis zu den Thermostatventilen – optimal eingestellt und auf den Gebäudebedarf abgestimmt. Das reduziert den Energieverbrauch und spart in einem Einfamilienhaus im Schnitt rund 100 Euro Heizkosten im Jahr.

Die Kosten für einen hydraulischen Abgleich hängen vom Zustand der Heizung ab, liegen aber meist zwischen 400 und 1.000 Euro, weshalb sich die Maßnahme im Schnitt bereits nach dreieinhalb bis sechs Jahren rechnet. Den passenden Handwerker für einen hydraulischen Abgleich finden Sie in der Handwerker-Datenbank Rat und Tat. Hier finden Sie die Förderprogramme zum Thema Hydraulischer Abgleich.

Vermieter spart 60% Heizkosten

Video: Wie ein Vermieter die Heizkosten eines Mehrfamilienhauses um 60% senkt und alle dabei sparen.

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4. Einsatz der Warmwasser-Zirkulationspumpe prüfen

Bei der Warmwasserversorgung lohnt sich der Einsatz einer Warmwasser-Zirkulationspumpe nur, wenn die Zapfstellen, also die Wasserhähne bei denen warmes Wasser angefordert wird, mehr als 15 Meter Rohrlänge vom Warmwasserspeicher entfernt liegen.

Wenn eine Warmwasser-Zirkulationspumpe benötigt wird, sollte diese nicht im Dauerbetrieb laufen. Sie können diese mit einer einfachen Zeitschaltuhr Ihrem Bedarf anpassen. Besser noch: Tipptaster an den Warmwasser-Zapfstellen anbringen, über die die Zirkulationspumpe bei Bedarf aktiviert wird.

5. Wärmemengenzähler einsetzen

Mit einem Wärmemengenzähler im Heizkreis und im Zulauf des Warmwasserspeichers können Sie die Wärmeströme im Haus genau erfassen und bilanzieren. So haben Sie den Überblick und können Heizungskosten sparen: Ermitteln Sie den Nutzungsgrad der Heizanlage (moderne Geräte schaffen bis zu 95 Prozent) und, wenn nötig, erhöhen Sie die Effizienz der Heizanlage durch geeignete Maßnahmen.

Heizungskosten sparen durch hocheffiziente Heizungspumpe

6. Tauschen Sie die alte Heizungspumpe

Die Heizungspumpe pumpt das warme Wasser von der Heizquelle in die Heizkörper. In Deutschlands Heizungskellern sind etwa 25 Millionen dieser Dauerläufer im Einsatz. Mehr als 80 Prozent  sind allerdings veraltet. Sie arbeiten stets mit der gleichen Drehzahl und stellen wesentlich mehr Leistung zur Verfügung als benötigt wird. Veraltete Heizungspumpen verbrauchen mehr Strom als Waschmaschine und Fernseher zusammen.

Moderne Hocheffizienzpumpen hingegen passen sich dem tatsächlichen Bedarf im Gebäude an. Sie sind elektronisch geregelt, verfügen über einen optimierten Motor und verbrauchen viel weniger Strom. So lassen sich in einem Einfamilienhaus 155 Euro Stromkosten sparen. Mit dem PumpenCheck können Hauseigentümer in wenigen Minuten herausfinden, wie schnell sich ein Pumpentausch rechnet. Hier finden Sie Informationen zu den Förderprogrammen zum Thema Austausch der Umwälzpumpe.

7. Heizanlage regelmäßig warten lassen

Um Ihre Heizungskosten zu senken, sollten Sie Ihre Heizanlage regelmäßig warten lassen – möglichst einmal pro Jahr. Darauf sollten Sie bei der Wartung achten: Schaltzyklen und die Heizkurve sollten optimiert werden. Wenn noch nicht vorhanden, sollten Sie die Heizanlage mit einem Raumcontroller mit Außentemperaturfühler (an der Nordseite des Gebäudes in etwa zwei Metern Höhe anbringen!) nachrüsten. Dieser ermöglicht eine deutlich effizientere Heizungsregelung, weil die Heizanlage sich dann direkt an den realen Außentemperaturen orientieren kann – und nicht an programmierten und dadurch unflexiblen Schaltzeiten.

8. Warmwasserspeicher unter die Lupe nehmen

Prüfen Sie eine Dämmung oder zusätzliche Dämmung Ihres Warmwasserspeichers. So verringern Sie Standverluste und können zusätzlich Heizungskosten sparen.

Welches Heizsystem ist besonders umweltfreundlich und günstig?

Heizungen, die mit Biomasse wie Holzpellets, Stückholz, Holzhackschnitzeln oder Methangas befeuert werden, sind klimafreundlicher als herkömmliche Öl- und Gasheizungen. Vor allem Holzpelletanlagen sind bei klima- und kostenbewussten Verbrauchern sehr beliebt. Denn beim Verbrennen von Holz wird nur so viel CO2 in die Atmosphäre entlassen, wie der Baum während seines Lebens aufgenommen hat.

Außerdem ist Holz ein nachwachsender Rohstoff. Er ist in nahezu jeder Region verfügbar und hat dadurch auch keine langen Transportwege. Die gute Verfügbarkeit sorgt dafür, dass Holz als Energieträger auch deutlich günstiger ist als die immer knapper werdenden Ressourcen Erdgas und Öl.

Noch ein Pluspunkt für die Umwelt: Beim Verbrennen von Holz entsteht mineralisierte Asche. Diese kann problemlos als Dünger genutzt werden. So entstehen keine zusätzlichen Entsorgungskosten und der ökologische Kreislauf bleibt geschlossen. Ein emissionsarmes und günstiges Heizsystem für Ihren Neubau finden Sie mit dem NeubauCheck.

Autor: Andreas Braun

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