Heizkosten sparen: So funktioniert es

Sie sind Mieter oder Hauseigentümer und denken mit einem unguten Gefühl an die nächste Heizkostenabrechnung? Das ist nicht nötig: Mit moderner Technik, kleinen Verhaltensänderungen und geringinvestiven Maßnahmen lassen sich ganz leicht Heizkosten sparen. Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps, wie auch Sie Ihren Geldbeutel und gleichzeitig die Umwelt schonen können.

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    Sind Ihre Heizkosten zu hoch? Prüfen Sie in nur 5 Minuten den Heizenergie-Verbrauch und die Heizkosten Ihres Gebäudes. Mit Vergleichswerten & Handlungsempfehlungen zur Kosteneinsparung.

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Rund 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in deutschen Haushalten geht auf das Konto der Heizung, um die Räume und das Wasser zu erwärmen. Für Mieter und Hausbesitzer gilt deshalb: Wer effektiv Energie sparen will, sollte der Heizung besondere Beachtung schenken. So lassen sich die Heizkosten um mehrere hundert Euro pro Jahr senken – ohne auf Komfort verzichten oder frieren zu müssen. Bevor Sie allerdings aktiv werden, lohnt sich ein Blick auf den eigenen Heizenergieverbrauch. Mit dem kostenlosen HeizCheck können Sie die Werte Ihrer letzten Abrechnung online innerhalb weniger Minuten überprüfen und einordnen, wo Sie mit Ihrem Verbrauch stehen.

  • Video: So vergleichen Sie Ihre Heizkosten

    Sie fragen sich, ob die Heizkosten in Ihren vier Wänden zu hoch sind? Tina und Mark aus unserem Video zeigen Ihnen, wie hoch Ihr Energieverbrauch wirklich ist und wie Sie mithilfe des Heizspiegels CO2 und Heizkosten sparen können.

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Weniger Heizkosten für Mieter und Hausbesitzer

Heizkörperhermostat(c) Günter Menzl/Fotolia.com

Thermostat: Ein Grad weniger Raumtemperatur spart sechs Prozent Heizenergie.

Der HeizCheck hat ergeben, dass Ihr Heizenergieverbrauch erhöht ist? Dann ist es an der Zeit, mit effizienten Maßnahmen Heizkosten zu senken. Wie hoch Ihre Sparmöglichkeiten sind, hängt stark davon ab, ob Sie auf die Heizung im Keller zugreifen können oder nicht. Deshalb haben es Mieter etwas schwerer als Hausbesitzer. Generell gilt aber: Das eigene Heiz- und Lüftverhalten zu verbessern hilft beim Heizkosten sparen. Wir haben Mietern und Hausbesitzern die wichtigsten Sparmaßnahmen in 15 Tipps zum energieeffizienten Heizen zusammengefasst. Hausbesitzer, die Zugriff auf Ihre Heizanlage haben, profitieren zudem von weiteren 8 Tipps zum Heizungskosten sparen.

Ebenfalls für Mieter und Hauseigentümer geeignet sind programmierbare Thermostate. Damit können Sie Ihre Heizkörper so programmieren, dass die Heizung runterregelt, wenn Sie schlafen, unterwegs oder bei der Arbeit sind. Eine Beispielrechnung von Stiftung Warentest hat ergeben, dass sich der Heizenergieverbrauch durch die modernen Thermostate um etwa zehn Prozent senken lässt. Im Interview erklärt Thomas Müller von Stiftung Warentest, warum programmierbare Thermostate sinnvoll sind, wie man Heizkosten sparen kann und warum noch so wenige Deutsche auf die moderne Technik setzen. Für Mieter ist vor allem der einfache Ein- und Ausbau ideal: „Wenn man als Mieter in eine neue Wohnung zieht, kann man die programmierbaren Thermostatköpfe einfach abschrauben und mitnehmen“, sagt Thomas Müller.

14 Haushalte haben programmierbare Thermostate im Test unter die Lupe genommen, damit Sie sich aus erster Hand über erhältliche Modelle informieren können.  Weitere Informationen zu herkömmlichen und programmierbaren Thermostaten liefert unser Artikel Thermostate: Das sollten Sie wissen. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, können Sie in der Thermostate-Infothek ausführlicheres Infomaterial kostenlos anfordern.

Heizkosten sparen: der hydraulische Abgleich

Hausbesitzer haben noch mehr Möglichkeiten, ihre Heizkosten zu senken und gleichzeitig ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Bei der Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich wird die Heizungsanlage so eingestellt, dass eine gleichmäßige Wärmeverteilung im gesamten Gebäude erreicht wird. Das bringt nach einer Studie der Ostfalia-Hochschule Wolfenbüttel im Schnitt jährlich eine Energieersparnis von zehn Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter Wohnfläche. In einem Einfamilienhaus können so rund 100 Euro Heizkosten im Jahr eingespart werden. Aber auch Mieter haben eine Chance auf diese Maßnahme, wenn sie ihren Vermieter – am besten mit der Hausgemeinschaft – davon überzeugen. Unser Tipp: Mit dem WärmeCheck finden Sie heraus, ob die Heizanlage in Ihrem Gebäude optimiert werden muss. Der interaktive Ratgeber zeigt Einsparpotenziale auf, die Sie mit Ihrem Vermieter besprechen können. Wer mehr dazu wissen will, wird im Dossier hydraulischer Abgleich fündig. Hier finden Sie die Förderprogramme zum Thema Hydraulischer Abgleich.

Übrigens: Wie groß Ihre Sparerfolge mit programmierbaren Thermostaten oder durch einen hydraulischen Abgleich sind, können Sie im kostenlosen Energiesparkonto erfahren.

Trotz aufgedrehter Heizung friere ich. Was kann ich tun?

Neben mangelnder Dämmung oder einem defekten Heizsystem kann das Frieren auch ganz banale Ursachen haben. Vielleicht sind Ihre Fenster nicht richtig dicht und ein kaum bemerkbarer Luftstrom kühlt Ihre Haut? Hier hilft ein einfacher Trick: Füllen Sie die Spalten zwischen Fenster und Rahmen mit einem Schaumdichtungsband oder einer Gummidichtung.

Manchmal zieht auch kalte Luft unter der Tür durch. Ein Türluftstopper – zum Beispiel die berühmte Stoffschlange – schafft hier schnell Abhilfe. Oder haben Sie vielleicht Ihr Fenster gekippt, damit Sie frische Luft haben? Öffnen Sie Ihre Fenster lieber ganz für ein paar Minuten, anstatt sie über längere Zeit zu kippen. Sonst heizen Sie buchstäblich zum Fenster hinaus.

Es könnte auch sein, dass Sie einfach schneller frieren als andere. Denn jeder Mensch hat ein anderes Temperaturempfinden. Wenn Sie bei 20 Grad im Wohnzimmer noch frieren, können Sie sich auch mit einem warmen Pullover oder einer Decke behelfen. Weiterer Tipp: Teppiche verändern das Kälteempfinden. Verbraucher nehmen Räume, die mit einem Läufer oder Teppich ausgelegt sind, wärmer wahr als sie sind – so muss die Heizung nicht unnötig hochgestellt werden. Übrigens: Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart etwa sechs Prozent an Heizenergie.

Autor: Andreas Braun

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